Es gibt neues von der Außenanlage

Es gibt Neues von der Außenanlage - das Jahr driftet langsam in Richtung Weihnachten, und wir haben schon mal einige Geschenke in der Außenanlage eingepflanzt.

Unterstützt wurde der Weihnachtsmann dabei von Herrn Seidler vom Grünflächenamt und dem 12er Biologiekurs von Frau Stumpf.

Bei einigen Passagen ist mit mir wieder einmal der Biologielehrer durchgegangen - 
alle nicht so botanisch Interessierten können ja alle grün eingefärbten Bereiche überspringen.

Die Sporthalle wurde mit Wein und Efeu begrünt - am Haupteingang zur Halle wurde die abgestorbene Zierkirsche durch eine neue Pflanze ersetzt.
Hinter dem grünen Klassenzimmer wurden eine Apfel- und eine Birnenquitte gepflanzt.

Der hohe Ballfangzaun am Sportplatz wurde mit Hopfen (Sorte "Nordbräu"),
Klematis (blühende Kletterpflanze), Lonicera (rechtswindende Liane - blüht und riecht dabei sehr angenehm), Kiwis (nicht der kleine Vogel das Nationalsymbol Neuseelands - sondern die fruchttragende Kletterpflanze) - auch als Schattenspender für die Sportanlage, begrünt.
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Kiwis (Actinidia deliciosa) gibt es erst seit kurzem als einhäusige Pflanze - früher war sie zweihäusig, und man musste, um Früchte zu bekommen, eine weibliche und eine männliche Pflanze setzen. Die Frucht bezeichnet man übrigens als „die Kiwi“ (weiblich), wohingegen der Vogel „der Kiwi“ (männlich) ist.


An mehreren Stellen auf dem Schulhof haben wir noch einige weitere Sommerflieder (Buddleja - Schmetterlingsflieder), Osterglocken, Lavendel und Hopfen gepflanzt.

Jetzt kommt das Hauptgeschenk - sozusagen der Knaller:

Rechts neben dem Haupteingang zum Sportplatz haben wir auch den Zaun mit Sommerflieder und Klematis begrünt und - ACHTUNG - einen Ginkgo gepflanzt.
Ginkgos (Ginkgo biloba) sind aus mehreren Gründen faszinierende Bäume.

1. Zum Bekanntheitsgrad und zur Verbreitung des Ginkgos in Deutschland hat das Gedicht mit dem Titel Ginkgo biloba wesentlich beigetragen, das der 66 Jahre alte Goethe im September 1815 schrieb. Das Gedicht ist Goethes später Liebe, Marianne von Willemer, gewidmet und stellt das Ginkgoblatt aufgrund seiner Form als Sinnbild der Freundschaft dar.

2. Ginkgo (Ginkgo biloba) ist eine in China heimische, heute weltweit angepflanzte Baumart. Er ist der einzige lebende Vertreter der Ginkgoales, einer ansonsten ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen.

Systematiker ordnen ihn den Nadelbäumen zu und sehen in ihm den "Urvater" der Laubbäume. Da die Blüte keinen Blütenkronenblattkreis hat, wird er zu den Nacktsamern gerechnet (wie alle Nadelbäume). Bedecktsamer haben in der Regel Blütenblätter.

Zum Jahrtausendwechsel erklärte das deutsche „Kuratorium Baum des Jahres“ den Ginkgo zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends. Der Ginkgo ist ein „lebendes Fossil“. Es gibt ihn schon seit mehreren Millionen Jahren. Auch in Deutschland findet man versteinerte Blätter.

Der Ginkgo ist ein sommergrüner Baum, das heißt, er wirft im Herbst seine Blätter ab. Er kann mehrere 1000 Jahre alt werden und Wuchshöhen von über 40 Metern und einen Brusthöhendurchmesser (BHD) von über 4 Metern erreichen.

Der junge Baum wächst meistens schlank und auffallend gerade in die Höhe. Die breite, nach oben verjüngende Krone ist eher spärlich beastet. Dies ändert sich zunehmend bei älteren Bäumen ab 25 Jahren, deren Äste sich immer mehr in die Waagerechte bewegen und so eine ausladende, mächtige Baumkrone bilden können. Das Wuchsbild ähnelt einer großen Kastanie.

Der Ginkgo ist windbestäubt und blüht im März (etwa im Alter ab 25 Jahren), er ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), es existieren also männliche und weibliche Pflanzen. Da die Früchte nach Buttersäure riechen (STINKEN) gibt es im europäischen Raum nur männliche Pflanzen - interessanter Weise im asiatischen Raum mehr weibliche Pflanzen als männliche. In China werden die Früchte sehr gerne verzehrt.
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Der Grund für die bis heute große Bedeutung des Ginkgo für Kunst, Kultur und Heilkunde liegt vor allem in der Chinesischen Philosophie und der ansprechenden Morphologie des Baumes und seiner Blätter.

Zur modernen Mythenbildung hat auch wesentlich die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima beigetragen, der bei der Atombombenexplosion 1945 in Flammen aufging, aber im Frühjahr 1956 wieder austrieb und weiterlebte.

Der Ginkgo wird seit langem als kraftspendend und lebensverlängernd verehrt. Die Chinesen und Japaner verehren den Ginkgo seit Jahrhunderten wegen seiner Lebenskraft und Wunderverheißungen als heilig und erbeten unter ihm ihre Wünsche.

Zudem wurden das in der Pflanzenwelt einzigartige zweigeteilte Blatt und seine Zweihäusigkeit schon früh eng mit dem Symbol des Yin-Yang in Verbindung gebracht.
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Hans-Joachim Drescher

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