Buntbarsch „Meth“ findet’s gut am Lessinggymnasium

oder:  „Auch alte Riesen waren einmal junge Winzlinge.“
Im Forum des Lessinggymnasiums steht gegenüber vom Sekretariat ein Aquarium. Hier leben sieben Fische, also 5 Buntbarsche und 2 Antennenwelse, zusammen mit etwa zehn Pflanzen. Letztere haben es nicht leicht, da sie von den Buntbarschen gern angeknabbert oder ausgebuddelt werden.
Der größte Fisch ist etwa 20 (zwanzig) Jahre alt. Darum wird er auch mit Methusalem verglichen und „Meth“ genannt. Es gibt ein Foto von 2005, wo man ihn mit Jugendfreunden sieht.
Im Jahr 2009 hatte er (oder sie?!) zahlreichen Nachwuchs zu betreuen.  Wegen Platzmangels mussten die meisten Jungfische in eine Zoohandlung umziehen, zwei sind bis heute am Lessinggymnasium geblieben. Sie haben noch keine Namen – vielleicht “ Meth 2.0“  und „Meth 3.0“?                                             
Der Zebrabuntbarsch („Blue“) und der Zitronenbuntbarsch („Gelbie“) gehören zur entfernteren Verwandtschaft, sie alle werden den ‚Cichliden‘ zugeordnet.  Auch die beiden Antennenwelse, die gern den Algenbelag an Scheiben und Steinen ablutschen, wurden vor 10 Jahren im Lessing-Aquarium geboren.
In den Flüssen und Seen  Afrikas bzw. Südamerikas finden die Wildformen der beschriebenen Fischarten viel mehr Platz, Gesellschaft und natürliches Futter. Dennoch werden sie dort nicht so alt wie unsere „Süßwasser-Lessings“ im Forum.
Naja, sie haben hier keine Fressfeinde und finden es wohl gut am LG …

Eigentlich endet der Bericht an dieser Stelle. Wer etwas mehr über unser Aquarium wissen möchte, darf gern weiterlesen.
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Wie funktioniert ein Aquarium, in dem Fische so alt werden?

1)  Was wir alle sehen können:
Im feinen Sand können die Tiere buddeln (Bruthöhlen, „Kiemenmassage“ ).  Die großen Lochsteine bieten Flucht- und Versteckmöglichkeiten, falls „Meth“  schlechte Laune hat und um sich beißt. An den Pflanzen können alle zupfen und zerren, das macht wohl einfach Spaß. Die Futterflocken aus den Automaten reichen offenbar für alle aus und enthalten genügend verschiedene Nährstoffe ( Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße ). Die Scheiben sind innen meistens von einer dünnen Algenschicht bedeckt, aber das  Wasser, in dem die Fische ständig   umher schwimmen, scheint immer sauber zu sein und genügend Sauerstoff zu enthalten. Und wo bleiben die Ausscheidungen der Fische?
2) Was wir alle nicht sehen können (…,  jedoch wissen dürfen):
Im nordwestlichen Winkel des Aquariums arbeitet eine verdeckte Filteranlage. Das Wasser wird durch drei (sichtbare) Schlitzfelder von einer Pumpe angesogen und dann durch viele kleine Tonröhrchen sowie große Filterschwämme langsam transportiert, schließlich wieder über ein einzelnes Rohr in das große Becken geleitet. Auf dieser Strecke lagern sich die Schmutzteilchen in vielen kleinen Hohlräumen ab und werden von Millionen hungriger Bakterien zerkleinert und gefressen.
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Jetzt bleibt nur noch unsichtbarer ‚Abfall‘ im Wasser zurück, nämlich Nitrat.  Zuviel davon wäre giftig; deshalb muss etwa alle 4 Wochen ein Drittel des   durch Leitungswasser ersetzt werden. Der Rest des Nitrats wird als Dünger von mikroskopisch kleinen Algen aufgenommen, die wir dann als bräunlich-grünen Belag an den Aquariumscheiben sehen.
Die grünen Pflanzen und Algen nehmen für ihre Fotosynthese das ausgeatmete CO2  der Bakterien und Fische auf, geben dabei gleichzeitig wieder O2 (Sauerstoff) ab, was  von allen Wasserlebewesen dringend benötigt wird.
Zur Sicherheit gibt es noch einige technische Hilfen:
  • Schlauch mit Sprudelstein, über den ständig Luft ( mit O2 ) in das Wasser geleitet wird;
  • Aquariumsleuchte, die täglich 8 Stunden eingeschaltet ist, sodass Algen und grüne Pflanzen die lebensnotwendige Fotosynthese betreiben. (Bei Dauerbeleuchtung würden die Algen sich zu stark vermehren.) Das helle Licht soll natürlich auch zur guten Laune der Fische beitragen und dafür sorgen, dass ihr aufmerksamen Beobachter alles gut erkennt … ;)

Verfasst und mit einem Gruß von Gerold Finke, ehem. Lehrer am Lessing

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38110 Braunschweig
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